Kann Kamagra die blaue Wunderpille ersetzen?

Kamagra klingt nicht nur so ähnlich wie Viagra, es wirkt auch so ähnlich. Das hat auch einen ganz einfachen Grund: Beide Potenzpillen enthalten den gleichen Wirkstoff Sildenafil Citrat. Allerdings ist der Wirkstoff bei Kamagra etwas anders verarbeitet. Der Hintergrund sind patentrechtliche Bestimmungen. Sildenafilgenießt zwar den WHO-Patentschutz. Dieser gilt jedoch nicht in Indien. Und genau dort wird die Viagra-Ersatzpille Kamagra hergestellt. Das gleiche gilt für die Kamagra-Generika.

Da die Produktionsbedingungen in Indien von denen in Deutschland abweichen, gibt es auch erhebliche Preisunterschiede zwischen den beiden Produkten. Deshalb interessieren sich viele Männer mit Potenzproblemen dafür, wo sie Kamagra bestellen können. Das Bestellen an sich ist zwar grundsätzlich kein Problem, aber ganz so einfach ist die Sache nicht.

Denn genau wie Viagra unterliegt auch Kamagra dem deutschen Arzneimittelgesetz. Anders ausgedrückt: Es handelt sich dabei ebenfalls um ein Medikament. Und deshalb kann man hierzulande auch nicht Kamagra rezeptfrei erhalten. Wenn Sie vorhaben, Kamagra ohne Rezepteinfach so über das Internet zu bestellen, sollten Sie sich darüber im Klaren sein. Es besteht unter anderem die Gefahr, dass Sie sich eine Strafanzeige wegen Zollvergehens einhandeln. Möglicherweise belangt man Sie auch wegen Ordnungswidrigkeiten. Hier drohen Bußgelder bis zu 25.000 Euro. Weitere Gefahren drohen durch mögliche Steuerhinterziehung. Wenn der Händler Ihnen ein gefälschtes Produkt liefert, machen Sie sich ebenfalls strafbar. Aus dem vermeintlich lukrativen Kauf von Kamagra oder Kamagra-Generikawird so leicht ein Alptraum, der Sie teuer zu stehen kommt. Allerdings läuft im Jahr 2013 der Patentschutz für Sildenafil in Deutschland aus.

Viele Männer, die Kamagra bestellen wollen, wissen übrigens gar nicht, wie Sildenafil und damit die entsprechende Potenzpille wie zum Beispiel auch Kamagra wirkt. Der chemische Wirkstoff gehört zur Gruppe der PDE-5-Hemmer. Das bedeutet im Klartext, dass er das Herzkreislaufsystem direkt beeinflusst. Als Ergebnis werden die Blutgefäße im Penis entspannt. Dies führt bei einer sexuellen Stimulierung zu einer besseren Durchblutung und damit zu einer besseren und härteren Erektion des männlichen Gliedes. Damit erklärt sich auch das Einsatzgebiet von Kamagra. Es ist ein Mittel gegen die erektile Dysfunktion. Es hilft also bei Erektionsstörungen.

Eine gestörte Erektionsfähigkeit ist aber nicht immer der Grund für die Impotenz des Mannes. Das Thema Impotenz ist sehr weit gefächert. Sehr oft kommt es auch vor, dass die Erektionsfähigkeit grundsätzlich intakt ist, dass es aber beispielsweise an der sexuellen Lust (Libido) mangelt. Oder dass der Testosteronspiegel zu niedrig ist. Auch eine mangelhafte Spermienproduktion gehört zum Bild der Impotenz des Mannes. Gegen alle diese Potenzprobleme kann Kamagra jedoch nicht helfen.

Aufgrund der Wirkungsweise sollte Kamagra auch nur nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden. Bereits das direkte Eingreifen in das Herzkreislaufsystem kann für manchen Patienten bereits mit hohen Risiken für die Gesundheit verbunden sein. Liegt beispielsweise eine schwere Herz- oder Lebererkrankung vor oder hat der Patient einen niedrigen Blutdruck, muss der Arzt entscheiden, ob der Patient das Medikament einnehmen darf. Auch die Einnahme von nitrathaltigen Medikamenten steht dem Einsatz von Kamagra entgegen. Auch dies sollte man wissen, wenn man vorhat, Kamagra ohne Rezept zu erwerben. Übrigens wird Kamagra auch in sehr viel höheren Dosierungen angeboten als sonstige PDE-5-Hemmer. Somit besteht auch die Gefahr einer Überdosierung, wenn die Tablette nicht entsprechend geteilt wird, so dass sie den üblichen Dosierungen von 20, 25 oder 50 mg Sildenafil entspricht.